
Ethnographischer Park von Großpolen (WPE)
ist eines der größten Freilichtmuseen in Polen und in Europa. Hier hat man in der Ortschaft Dziekanowice, auf dem Gebiet von hervorragenden landschaftlichen Werten, die ältesten und originellsten Objekte gesammelt, die ein Beispiel des regionalen Volksbauwesens von Großpolen sind. Der Ethnographische Park wurde in drei Teile geteilt: Dorf mit der grenzenden Exposition der Industriebebauung (Windmühlen, Mühle), Meierhof und Hofteil. Der größte und inte-ressanteste Parkteil - das Dorf, wurde auf dem Plan des Ovals gebaut. Das ist einer der ursprünglichsten Dorfbebauungspläne.
Sowohl der Ethnographische Park von Großpolen als auch das "Kleine Freilichtmuseum" zusammen mit der Insel Ostrów Lednicki sind für die Touristen zugänglich. Um die beiden Objekte zu besuchen, kauft man nur eine Eintrittskarte.
In der an der westlichen Seite des Sees liegenden Ortschaft Moraczewo ziehen die Aufmerksamkeit des Touristen drei auf einem Hügel situierte Windmühlen vom Typ Koźlak und die ethnographische Exposition ergänzende Hütte und Scheune an.

In der Ortschaft Moraczewo befinden sich auch Relikte der einst monumentalen prähistorischen Siedlung aus dem 8. Jh., deren Wälle laut einer der Hypothese der Archäologen die Höhe von 17 m bei den Außenausmäßen der Stadt 100 x 200 m erreichten. Diese mit dem Graben umgebene zweiteilige Stadt erfüllte wahrscheinlich früher die Rolle der Obermilitärstadt über Ostrów Lednicki, das Ende des 10. Jahrhunderts diese Rolle zu übernehmen begann. Eine Merkwürdigkeit ist die Entdeckung in der Nähe der prähistorischen Stadt des Kultgrabhügels, der ähnlich dem später entdeckten Grabhügel auf dem Lech-Hügel in Gniezno ist. Beide Grabhügel suggerieren, dass auf diesen Gebieten in den Heidenzeiten der Lunarkult existierte.